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Windpark Arkona frisch am Wind – aus Statoil wird Equinor

Windpark Arkona frisch am Wind – aus Statoil wird Equinor

Seit gut einem Vierteljahr ist der Windpark Arkona vor Deutschlands größter Insel Rügen in Betrieb. Fünf Dutzend jeweils 154 Meter hohe Rotoren erzeugen aus der regenerativen Energie Wind sauberen elektrischen Strom. Den kann das bundesdeutsche Stromnetz gut gebrauchen, wenngleich es am Transport in Richtung Süden noch deutlich hapert.

Die norwegische Statoil ASA aus der Hafenstadt Stavanger hat gemeinsam mit der deutschen E.ON AG den 385 MW Windpark errichtet. Mittlerweile ist aus der Statoil ASA Equinor ASA geworden. Die Umfirmierung erfolgte im Mai vergangenen Jahres. Anlass dafür war die Umwandlung des bisher reinen Gas- und Ölkonzerns in den jetzigen Energiekonzern mit weiteren Sparten.

Statoil und jetzt Equinor wird seit mittlerweile drei Jahren im NDAC-Depot unter den Basisinvestments geführt. Der Anteil am gesamten Depotwert liegt bei gut 2,5 Prozent. Diese Kooperation mit E.ON tut der Equinor ASA auch langfristig gut.

Das Unternehmen rückt zunehmend in den Fokus deutscher Anleger. Die bislang erfolgreiche Beteiligung an dem Projekt Arkona wird den Equinor-Aktienkurs im NDAC-Portfolio beflügeln. Es sieht ganz danach aus, dass die Entscheidung des damaligen Anlageausschusses ein Treffer ins Schwarze war.

Der Windpark zu Arkona vor Rügen

Zur offiziellen Einweihung war viel Politprominenz vertreten; von der Bundeskanzlerin über den norwegischen Energieminister und den französischen Umweltminister bis hin zur Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern als Gastgeberin. Einige Fakten machen deutlich, dass es sich bei dem Windpark Arkona um ein Vorzeigeprojekt in der deutschen Ostsee handelt.

  • Die Lage des Windparks 35 Kilometer von der Ostseeküste entfernt wirkt in keiner Weise störend oder sichtbehindernd für die Inselbewohner
  • Unter Ausnutzung der Volllast wird Strom für die durchgängige Versorgung von bis zu 400.000 Haushalten erzeugt
  • Ein Seekabel führt vom Windpark in der Ostsee zu einer Umspannplattform auf das Festland in der Gemeinde Lumin nahe Greifswald. Hier erfolgt die Einspeisung in das deutsche Stromnetz
  • Die Umspannplattform wurde in Frankreich produziert
  • Die fünf Dutzend 6-MW Offshore-Windturbinen hat die deutsche Siemens AG geliefert
  • Mit knapp anderthalb Jahren konnte die ursprünglich kalkulierte Bauzeit nicht nur eingehalten, sondern unterschritten werden
  • Das Ursprungsbudget von 1,2 Mrd. Euro wurde ohne nennenswerte Abweichungen eingehalten
  • Für jedes der 60 Windräder wurde ein zwischen 23 und 27 Meter tiefes eigenes Fundament installiert
  • Die Steuerung des Windparks geschieht im 70 Kilometer entfernten Saßnitz, einem staatlich anerkannten Erholungsort auf Rügen
  • Aufgrund des dauerhaften bis starken Seewind hier auf der offenen Ostsee geht der Betreiber von einer hohen jährlichen Volllaststundenzahl aus
  • Windparkbetreiber ist die AWE Arkona-Windpark Entwicklungs-GmbH mit Firmensitz in der Freien und Hansestadt Hamburg

Arkona sorgt für mehrere Hundert Arbeitsplätze auf Insel und Festland

Allein im Hafen Sassnitz-Mukran sind mehrere Dutzend Langzeitarbeitsplätze entstanden. Die Stadt Sassnitz rechnet mit direkten sowie mittelbaren Folgeaufträgen für die heimische Wirtschaft. Das zeigt sich schon nach den ersten Monaten mit der Folge, dass weitere Arbeitsplätze in Handelsbranchen sowie im Handwerk entstehen. Der örtliche Bürgermeister formuliert es so: Die Windräder drehen sich und die Wirtschaft brummt!

Zukunft gehört dem Offshore-Strom

Heutzutage ist der Neubau eines Windparks an Land kaum noch denkbar. Zu aufwändig sind Genehmigungsverfahren und zu erfolgreich die Widersprüche aller möglichen Gruppen und Gruppierungen. Angesichts dieser Entwicklung gehört die Zukunft ganz eindeutig den Offshore-Windparks. Arkona ist der führende Windpark in der Ostsee und liegt nach dem Seerechtübereinkommen der UNO im ausschließlichen Gebiet der deutschen Ostsee-Wirtschaftszone. Wer weiß, wozu das in ferner Zukunft noch einmal gut sein wird.

Zuversichtliche Kursentwicklung

Der Equinor-Aktienkurs ist seit Mitte des Monats auf einem leichten Erholungskurs. Immerhin wird die Marke von 15 Euro deutlich überschritten. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei 50 Mrd. Euro. Ein schwacher Kurs kann durchaus dazu anregen, dass an sich stabile Unternehmen mit aussichtsreicher Zukunft durch eine Aufstockung des Depotbestandes weiter zu verstärken. Der norwegische Staat als Hauptaktionär ist nach wie vor ein Garant für jederzeitige Stabilität.

Equinor vormals Statoil ist bekannt dafür, Einnahmen und Gewinne zukunftsorientiert zu investieren.

Die voraussichtliche Aktiendividende liegt für 2019 deutlich über 0,90 und für 2020 knapp unter 1,00 Euro.

Für den Klima- und den Umweltschutz wurde beim Bau von Arkona einiges getan. Auf einer vom Betreiber eingerichteten speziellen Plattform werden laufend alle Wetterdaten gesammelt. Ein bereits in der Bauphase aktiviertes Umweltmonitoring wird während des laufenden Betriebes fortgesetzt. Und der Korrosionsschutz an den Fundamenten der Windräder besteht aus einer thermisch gespritzten Aluminium-Beschichtung anstelle aus den herkömmlichen Aluminium-Anoden. Als Belohnung gab es die Auszeichnung German Renewables Award 2017 in der Kategorie „Produktinnovation des Jahres“.

Statoil baut Offshore-Windpark vor der Küste von Rügen

Statoil baut Offshore-Windpark vor der Küste von Rügen

(21. Februar 2018)

In diesen Monaten errichtet die Statoil ASA mit Sitz in der norwegischen Hafenstadt Stavanger gemeinsam mit der deutschen E.ON AG in der Ostsee einen 385 MW Windpark. Die vollständige Inbetriebnahme ist für das kommende Jahr terminiert. Statoil gehört mit einer Stückzahl von 2.000 Aktien seit zwei Jahren zum NDACinvest-Aktienfonds, bei einem Depotanteil von aktuell 2,5 Prozent. Der norwegische Staat ist zu gut zwei Drittel an Statoil beteiligt. Im Portfolio des Niedersächsischen Aktienclubs wird Statoil unter den Basisinvestments geführt. Bereits seit mehreren Jahrzehnten ist Statoil, mit landesweit rund 19.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Norwegen, auf den Geschäftsfeldern Erdöl und Erdgas erfolgreich. Auch durch die Kooperation mit E.ON rückt Statoil zunehmend mehr in das Blickfeld deutscher Anleger. Der NDAC-Anlageausschuss war in dieser Hinsicht der Entwicklung ein gutes Stück voraus; er hat bereits ein Jahr vor Projektbeginn die Aktie von Statoil in das Depot aufgenommen.

Nutzung des Ostseewindes 35 Kilometer nordöstlich von Rügen

Jeder Urlauber und Tourist, der schon einmal Deutschlands größte Insel Rügen besucht hat, kennt die Sehenswürdigkeit Kap Arkona. Sie ist eine gut 40 Meter hohe Steilküste, bestehend aus mehreren weißfarbigen Kreidefelsen. Das Besondere an Kap Arkona ist der steile Abfall unmittelbar in die Ostsee. Kap Arkona und die Kreidefelsen sind ein vielbesuchtes Highlight auf der Halbinsel Wittow im nördlichsten Teil von Rügen. Die Hafenstadt Saßnitz als anerkannter Erholungsort auf Rügen liegt 35 Kilometer südlich von Kap Arkona auf der Halbinsel Jasmund. Und 35 Kilometer nordöstlich in der Ostsee vor Rügen wird jetzt ein Windpark errichtet. Einige Eckdaten machen deutlich, dass es sich für die beiden Partner Statoil und E.ON um ein besonders ambitioniertes Gemeinschaftsprojekt handelt.

  • Die geplante Leistung liegt nach der Inbetriebnahme bei 385 Megawatt
  • Das reicht rechnerisch zur regelmäßigen Versorgung von bis zu 400.000 Haushalten
  • An der Errichtung des Windparks arbeiten zurzeit rund 400 Beschäftigte, viele davon aus der Region von Rügen
  • Der Windpark steht auf insgesamt 60 Fundamenten, die in einer Tiefe zwischen 23 und 37 Metern installiert sind
  • Das Design der Stahlfundamente musste der Bodenbeschaffenheit individuell und aufwändig angepasst werden
  • Der Windpark Arkona wird von Saßnitz aus gesteuert; Luftentfernung etwa 70 Flugkilometer
  • Die Montage der großflächigen Verbindungsstücke ist zurzeit so gut wie abgeschlossen
  • Als nächstes folgt das Installieren der Offshore-Umspannplattform
  • In den Bereichen Instandhaltung, Betriebsführung Verwaltung u.a.m. entstehen in Saßnitz für die kommenden 25 Jahre etwa vier Dutzend Dauerarbeitsplätze
  • Die fünf Dutzend Sechs-MW-Offshore-Windturbinen werden von Siemens geliefert
  • Hier draußen in der Ostsee kann durch den dauerhaft starken Seewind mit einer hohen jährlichen Volllaststundenzahl kalkuliert werden

Statoil auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien heimisch

Nachdem das Unternehmen seit mehr als vier Jahrzehnten Erfahrung in der Öl- und Gasproduktion gesammelt hat, zählt Statoil mittlerweile auch zu den etablierten Unternehmen im Bereich Wind-Offshore. Arkona ist für Statoil eine weitere Station auf dem Weg hin zu profitablen Lösungen in dem Bereich Regenerative Energien nebst klimafreundlicher Technologie. Statoil gehört europa- und weltweit zu den fünf bis sechs größten Rohstoffversorgern mit Erdöl und Erdgas.

Aktienkurs nach turbulentem Monatsanfang wieder auf Erholungskurs

Die Aktie von Statoil ist an der Osloer Börse im OBX, dem Oslo Børs Index als dem wichtigsten Index notiert. Unter den 25 Unternehmen liegt Statoil mit einer Indexgewichtung von reichlich 19 Prozent, wie es genannt wird, einsam an der Spitze. Die beiden weiteren Unternehmen mit zweistelliger Indexgewichtung sind Telenor mit Telekommunikation sowie DNB als Finanzdienstleister. Zum Monatsende hin pendelt sich der Aktienkurs ganz offensichtlich wieder auf dem Niveau von Anfang Februar ein. Anlässlich der für Dienstag, 15. Mai terminierten Hauptversammlung wird erneut mit einem positiven Ergebnis gerechnet. Statoil zahlt die Dividende quartalsweise aus. Im Kalenderjahr 2017 waren es insgesamt 0,79 Euro, und für das erste Quartal 2018 konnten die Anteilseigner 0,18 Euro je Aktie verbuchen. Für die kommenden Jahre wird mit einer zumindest gleichhohen Dividende gerechnet, bei eher ansteigender Tendenz.

Die Tatsache, dass Norwegen als Staat und Regierung „hinter Statoil steht“, ist für die Anleger gleichbedeutend mit einer Garantie auf Sicherheit und Kontinuität. Vor diesem Hintergrund macht es sich gut, den Wert von Statoil im NDAC-Aktienfonds zu führen und auch weiterhin zu behalten. Spätestens zum Jahrzehntwechsel wird sich der Windpark Arkona auch in Jahresabschluss und Geschäftsbericht von Statoil positiv bemerkbar machen.