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Neues von unseren aktuellen Depotwerten: Meta

Neues von unseren aktuellen Depotwerten: Meta

Sie erinnern sich noch an das weltumspannende Zahlungsmittel namens Libra aus dem Hause Facebook? (Wir hatten 2019 ausführlich darüber berichtet).
 
Nun, heute heißt Facebook auch nicht mehr so, sondern Meta. Auch Libra hat seinen Namen gewechselt und wurde Diem. Und nun steht das Projekt Diem bereits zum Verkauf. Eigentlich sollte es das neue große Band werden, mit dem Mark Zuckerberg die Welt an sein Netzwerk Facebook binden wollte.
 
Für das soziale Netzwerk Facebook war die Digitalwährung Diem ein Mega-Projekt, viele namhafte Partner beteiligten sich. Doch auf Druck der Regulatoren dampfte der Tech-Konzern sein Krypto-Projekt immer weiter ein. Jetzt soll Diem komplett verschwinden – und die Reste verkauft werden. Warum gibt Zuckerberg sein ambitioniertes Projekt nach knapp drei Jahren schon wieder auf? Er hatte 2019 Partner wie PayPal, Visa, Mastercard oder Stripe zusammengetrommelt, um eine eigene Währung zu erschaffen. Wir haben damals schon darauf hingewiesen, welche Macht für Facebook aus dem Mega-Projekt erwachsen könnte – die Politik und die Zentralbanken waren alarmiert.
 
Gescheitert ist der Diem am Druck der Aufsichtsbehörden. Anfang 2020 gab das Projekt dem Druck der Behörden nach, es wollte künftig auf den „gemischten“ Währungskorb aus Dollar, Euro, Pfund, Yen und Singapur-Dollar verzichten. Stattdessen sollte Libra, wie das Projekt anfangs hieß, jeweils nur an eine Währung gekoppelt werden. Später verkleinerte man das Projekt nur auf die Dollar-Basis. Das Projekt wechselte von der Schweiz in die USA, um eine gewisse Distanz zum Sitz des Zuckerberg-Unternehmens zu schaffen. Auch der zuständige Kopf David Marcus verließ das Unternehmen. Und nun steht das Projekt zum Verkauf.
 
Nur wer kauft so ein Projekt, das auf Druck der Behörden nicht vom Fleck kommt? Es war schwierig für Meta, das Projekt zu verkaufen. Es handelt sich im Grunde genommen nur noch um einen an den Dollar gebundenen Stablecoin. Davon gibt es aber schon mehrere. Das Alleinstellungsmerkmal war die Ausrichtung auf grenzüberschreitende Zahlungen und finanzielle Inklusion. Hier ist die Diem Association aber am Regulator gescheitert. Fakt ist, sehr viele Käufer haben nicht in der Schlange der möglichen Käufer gestanden. Und trotzdem hat Mark Zuckerberg die Kryptoinitiative, ihr geistiges Eigentum und andere Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem geplanten Zahlungsnetzwerk an Silvergate Capital verkauft, einer Holdinggesellschaft für die kalifornische Silvergate Bank. Ob Silvergate Capital das Ziel von Diem, nämlich das Überweisen von Geld, so einfach, schnell und günstig zu machen, wie das Senden einer Textnachricht weiter verfolgen wird, ist noch nicht bekannt. Fakt ist, mit dem Verkauf der Vermögenswerte wird sich Diem auflösen.

Nun müssen wir nicht gleich Meta/Facebook abschreiben. Jetzt kann sich Meta voll und ganz auf das nächste große Ziel, die Schaffung des Metaversums, konzentrieren. Facebook hat auf diesem Weg schon einen wichtigen Meilenstein erreicht. Mit der Unterstützung von unserem anderen Depotwert Nvidia wurde für Meta ein neuer KI-Supercomputer gebaut, der Supercomputer “AI Research SuperCluster”, der dem Bereich der künstlichen Intelligenz bei Meta ganz neue Möglichkeiten verschaffen soll. Das gaben beide Unternehmen im vergangenen Monat bekannt. Meta erhofft sich mithilfe dieses neuen KI-Supercomputers “ganz neue KI-System bauen zu können, die beispielsweise eine Echtzeit-Stimmen-Übersetzung von einer großen Gruppe von Menschen anfertigen kann, die alle eine unterschiedliche Sprache sprechen, sodass diese problemlos miteinander während eines Forschungsprojekts zusammenarbeiten oder ein AR-Spiel gemeinsam spielen können.”

Das soziale Netzwerk Facebook muss zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Nutzerrückgang hinnehmen. Wie das Facebook-Unternehmen Meta in der abgelaufenen Woche mitteilte, sank die Zahl täglich aktiver Mitglieder binnen drei Monaten um rund eine Million. Ein Rückgang von 1,93 auf 1,929 Milliarden Nutzer mag nicht wie eine große Sache wirken. Aber noch im Vierteljahr davor war der Wert um 22 Millionen gestiegen – und um 30 Millionen im zweiten Quartal 2021. Trotzdem wurde das für das vierte Quartal 2021 ein Gewinn in Höhe von rund 10,29 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Im gleichen Zeitraum lag der Umsatz bei mehr als 33,6 Milliarden US-Dollar. 

Facebook kann bei einem Nutzerrückgang auch weniger Werbung an seine Mitglieder ausspielen. Dadurch könnte es zu einem Umsatzrückgang kommen. Weil Facebook durch den Nutzerrückgang die Erwartungen von Analysten und Anlegern nicht erfüllen konnte, war der Wert der Aktie des Unternehmens nach der Mitteilung zeitweise um mehr als 20 Prozent gesunken.

Müssen wir uns jetzt Sorgen um unseren Depotwert machen? Jedes Unternehmen wird einmal eine kurze oder auch längere Schwächephase aufweisen. Und speziell im Technologiebereich haben wir Wachstumsgrenzen zu verzeichnen. Es treten immer mehr Konkurrenten mit verbesserten und erfolgreicheren Geschäftsmodellen (z.B. der chinesische Anbieter Tik Tok) auf den Plan. Und wie man aus dem Hause Meta erfahren kann, hat das soziale Netzwerk Facebook bereits reagiert.

Die Analysten sehen den Wert der Aktie im Durchschnitt bei 410,83 Dollar/367,20 Euro. Aktuell steht der Kurs bei ca. 192,00 Euro. Da geht noch was, und wenn Metaverse ein Erfolg wird, dann spricht keiner mehr von schlechten Quartalszahlen der Vergangenheit.