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Neu in unserem Clubfonds: Walgreens Boots Alliance

waalgreen

Unser neuer Depotwert Walgreens Boots Alliance kann auf eine lange Firmenhistorie verweisen. 

Walgreens wurde gegründet von Charles Rudolf Walgreen im Jahre 1901 in Chicago, US-Bundesstaat Illinois.

Die heutige Firma entstand im Dezember 2014 durch den Zusammenschluss von Walgreens und Alliance Boots.

Walgreens Boots Alliance (WBA) ist mit über 13.000 Stores eine der größten Drogerie- und Apothekenketten der USA und Europa. Das Unternehmen beschäftigt über 300.000 Mitarbeiter weltweit.  WBA ist auf die Ausstellung von Rezepten, Gesundheits- und Wellnessprodukten, Gesundheitsinformationen und Fotodienstleistungen spezialisiert. So gibt es dort Produkte aus verschiedenen Bereichen wie beispielsweise Urlaubsbedarf, Kontaktlinsen aber auch Lebensmittel und Getränke, Produkte zur Körperpflege, Medizin und verschiedene Therapien, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel, Potenzmittel, Angebote für die häusliche Krankenpflege.

Das Unternehmen ist mit über 20.000 Filialen unter den Marktführern in den vereinigten Staaten. Die Arzneimittel können sowohl im Laden als auch per Telefon, Internet oder Post erworben werden. Neben den Einzelhandelsfilialen gehören auch eigene Anlagen, Impfstellen, Spezialapotheken und Versandzentren zum Filialspektrum.
Walgreens gehört der Walgreens Boots Alliance, der auch Boots gehört. Der Hauptaktionär der Walgreens Boots Alliance ist der italienische Geschäftsmann Stefano Pessina, Executive Chairman des Vorstands der Walgreens Boots Alliance und seine Frau Ornella Barra.

Geführt wird das Unternehmen von CEO Tim Wentworth.

Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in Deerfield, Illinois.

Der Blick in die Bücher
Trotz Verdoppelung der Größe von WBA seit der großen Finanzkrise, insbesondere durch die Übernahme des britischen Unternehmens Boots Ende 2014, hat der Konzern unter einem kontinuierlichen Margen- und Rentabilitätsverfall gelitten. Und dies, obwohl der finanzielle Hebel in diesem Zeitraum verfünffacht wurde.
Hinter dem Desaster stehen die üblichen Verdächtigen: schlecht integrierte Akquisitionen sowie massive unüberlegte Aktienrückkäufe, die zu überhöhten Bewertungen durchgeführt wurden, wo eigentlich Schuldenabbau bevorzugt werden sollte. Und nicht zu vergessen: die heftige Konkurrenz auf dem Markt durch CVS, Amazon und den allgemeinen E-Commerce-Trend.

Im Geschäftsjahr 2022/23 erzielte Walgreens einen Umsatz von rund 139,1 Milliarden Dollar. Der Bruttogewinn Walgreens betrug mehr als 27 Milliarden Dollar und nach Abzügen der Verbindlichkeiten blieben leider nur noch rote Zahlen in Form eines Nettoverlustes von etwa 3,1 Milliarden Dollar übrig.

Die aktuelle Marktkapitalisierung wird aktuell mit 17,72 Milliarden Dollar angegeben.

Der Konzern aus Illinois und sein Vorgängerunternehmen Walgreen Co. zahlt seit über 90 Jahren ununterbrochen eine Dividende. In den letzten 47 Jahren wurde diese jedes Jahr angehoben, zuletzt im Juli 2022 um 0,5 Prozent.

Insgesamt werden trotz der roten Zahlen auf Jahressicht 1,92 Dollar ausgeschüttet. Das ist zwar für die Aktionäre gut, aber trotzdem steht die Frage im Raum, ob das Unternehmen nicht besser auf solch hohe Ausschüttungen angesichts der tief roten Zahlen verzichten müsste.

Was sagen die Analysten?
Die durchschnittliche Meinung der Bankanalysten bezüglich des mittelfristigen Kursziels für die Aktie liegt bei 23,99 EUR, was ein Kurspotenzial von +25,59 Prozent darstellt. Trotz des positiven Trends teilen nicht alle Analysten diese Einschätzung. Während zwei Analysten die Aktie als starken Kauf empfehlen, sehen zwei weitere Analysten sie als kaufenswert an. Zehn Experten halten eine neutrale Position und empfehlen, die Aktie zu behalten. Allerdings sind auch zwei Analysten der Meinung, die Aktie solle verkauft werden, wobei ein Analyst sogar einen sofortigen Verkauf empfiehlt.

Der Chart sieht nicht besonders optimistisch aus. Im Augenblick steht die Aktie bei 23,97 Euro und ist weit vom Jahreshoch von 39,33 Euro entfernt. Das Jahrestief von 18,02 Euro ist dagegen in greifbare Nähe gerückt. Ganz entschwunden dagegen sind Kurse von ca. 56 Euro aus dem Jahr 2019.

Fazit
Die geschäftliche Entwicklung von Walgreens ist von Höhen und Tiefen geprägt, zuletzt eher von Tiefen. In den frühen Jahren konnte das Unternehmen durch innovative Konzepte wie Drive-Thru-Apotheken und 24-Stunden-Betrieb schnell expandieren. Leider ist das in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr gelungen. Das Unternehmen sah sich mit dem zunehmenden Wettbewerb durch Online-Apotheken und dem wachsenden Einfluss von E-Commerce-Riesen wie unseren Depotwert Amazon konfrontiert.

Darüber hinaus hatte Walgreens mit einigen rechtlichen Problemen zu kämpfen. Im Jahr 2019 wurde das Unternehmen wegen Verstößen gegen das Anti-Korruptionsgesetz zu einer Geldstrafe von 269 Millionen Dollar verurteilt. Das führte zu einem Imageverlust und einer Beeinträchtigung des Vertrauens der Kunden.

Darüber hinaus hat der Aufbau einer starken Online-Präsenz, die das Geschäft vor Ort stärkt, viel Zeit und Geld verschlungen.

Ferner dürfte auch das sogenannte Sandbagging eine Rolle spielen. Darunter versteht man die an der Börse gängige Praxis, dass man sich allen Altlasten entledigt, bevor ein neuer Vorstand bestellt wird. Oder aber, dass man absichtlich niedrige Erwartungen schürt, um sie dann anschließend übertreffen zu können. Bei Walgreens scheint beides zuzutreffen.

Wir haben diese unterbewertete Aktie in unser NDAC-Depot geholt und hoffen nun auf einen Aufschwung.